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Szenario E

Bewaffneter Konflikt

Militärischer Angriff auf Europa und die Schweiz mittels hybrider und konventioneller Mittel in allen Wirkungsräumen (Boden, Luft, Wasser, Cyberraum, Informationsraum, elektromagnetischer Raum, Weltraum)

Tragen Sie Ihre Erkenntnisse direkt ins Factsheet ein!

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In der Broschüre (S. 38-44) finden Sie Fachinformationen zum Gefährdungsszenario E «Bewaffneter Konflikt».

  • Seite39

    Wann und wie darf Krieg geführt werden?

  • Seite39

    Wie kommt es zum Krieg?

  • Seite41

    Ab wann spricht die Schweiz von einem bewaffneten Angriff?

  • Seite43

    Was bedeutet der Ausdruck «Gefecht der verbundenen Waffen»?

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Einschätzung zur aktuellen Lage

Die aktuelle Sicherheitslage wird stark von den Machtansprüchen Russlands und Chinas geprägt. Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass militärische Konflikte in Europa weiterhin eine grosse Gefahr darstellen. Russland versucht, seinen Einfluss auszubauen und setzt dabei nicht nur auf militärische Gewalt, sondern auch auf Cyberangriffe, Desinformation und wirtschaftlichen Druck. Gleichzeitig wächst Chinas globaler Einfluss. Besonders die Spannungen um Taiwan und im Südchinesischen Meer bergen Konfliktpotenzial. Auch nehmen die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten weiterhin zu. Als Reaktion stärken viele europäische Staaten ihre Verteidigung und arbeiten enger zusammen. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten über die zukünftige Rolle der USA als Sicherheitsgarant für Europa. Weltweit nimmt zudem die Rivalität zwischen Grossmächten zu, während neue Bündnisse und Staatengruppen entstehen. Diese Entwicklungen machen die internationale Ordnung unsicherer und erhöhen die politischen und sicherheitspolitischen Risiken – auch für Europa und die Schweiz.

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Quelle

Quellen und Meinungen

Vielseitige Aufgaben

Die Schweiz hat eine Armee. Diese Armee schützt und verteidigt unser Land und unsere Bevölkerung. So steht es sinngemäss in der Bundesverfassung im Artikel 58. Die Schweiz muss sich auf möglichst alle Bedrohungsformen vorbereiten und sich gegen diese wappnen. Sie muss sich also nicht nur auf die wahrscheinlichsten, sondern auch auf die gefährlichsten Bedrohungen ausrichten. Das heisst, dass wir beispielsweise auf eine Pandemie, den Klimawandel, Cyberangriffe, Strommangel oder Terrorbedrohung eine Antwort haben, aber auch auf eine militärische Bedrohung vorbereitet sein müssen.

Divisionär Peter Merz, Kommandant der Luftwaffe, 2022

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Quelle

Sicherheitsrisiko Schweiz

Wenn von den Verteidigungslücken der Schweiz die Rede ist, findet regelmäßig der „Stern von Laufenburg“ Erwähnung. Dabei handelt es sich um ein Umspannwerk im Kanton Aargau, in dem 1958 die Stromnetze Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz zusammengeschaltet wurden. Dieser Knotenpunkt spielt heute eine Schlüsselrolle für die Stromversorgung in Europa.

Deshalb war die Aufregung groß, als im vergangenen Herbst eine Drohne über der Anlage gesichtet wurde. Über deren Herkunft ist bis heute nichts bekannt. Aber der Vorfall führte vor Augen, wie verwundbar die Schweiz ist. Gegen Drohnenangriffe hat das Land bisher keinerlei Mittel in der Hand. Auch die Raketenabwehr spottet jeder Beschreibung. Man habe die schultergestützte Fliegerabwehrlenkwaffe Stinger und Fliegerabwehrkanonen aus den sechziger Jahren, bekannte der Verteidigungsminister Martin Pfister. So stellte der neue Armeechef Benedikt Roos jüngst unumwunden fest: Gegen Bedrohungen aus der Luft habe die Schweiz „mehr oder weniger nichts“. […] Seit 1990 hat man die jährlichen Militärausgaben auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nahezu halbiert. Dieser Anteil soll nun bis 2032 auf ein Prozent steigen. Einschließlich der Ausgaben, welche die von Verteidigungsminister Pfister zugunsten des Militärbudgets in Spiel gebrachte Mehrwertsteuererhöhung von 0,8 Prozentpunkten ermöglichen würde, könnte es auch etwas mehr werden. Aber vom Kernausgabenziel der NATO-Mitglieder von 3,5 Prozent bliebe die Schweiz dann immer noch meilenweit entfernt.

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Wie geht’s weiter?

  • Ergänzen Sie Ihr Factsheet mit den gewonnenen Erkenntnissen. Speichern Sie das fertige Factsheet auf Ihrem Computer oder auf Ihrer Klassenplattform ab. Bearbeiten Sie danach ein zweites Szenario Ihrer Wahl.

  • Falls Sie bereits zwei Szenarien bearbeitet haben, wechseln Sie nun auf die Klassenplattform und studieren die Factsheets Ihrer Kolleg:innen. Im Anschluss füllen Sie den Sicherheitsspider ein zweites Mal aus und vergleichen das Resultat mit Ihrer ersten Einschätzung.