- Wie wahrscheinlich wird dieses Gefährdungsszenario eintreten (Eintrittswahrscheinlichkeit)? Notieren Sie Ihre Einschätzung.
- Welches Ausmass könnte der Schaden annehmen (potenzielles Schadensausmass)? Notieren Sie Ihre Einschätzung.
- Wie hoch ist das Risiko dieses Gefährdungsszenarios? Wenden Sie die Risiko-Formel (Eintrittswahrscheinlichkeit x potenzielles Schadensausmass = Risiko) an.
- Wie gut ist die Schweiz gegen die in diesem Szenario dargestellte Gefährdung geschützt? Notieren Sie Ihre Einschätzung.
- Notieren Sie weitere Informationen und Erkenntnisse, die Sie Ihren Kolleg:innen vermitteln wollen.
Cyberbedrohung
Sabotage und Manipulation der kritischen Infrastrukturen und der öffentlichen Meinungsbildung durch Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Spionage etc. im Cyberraum
Weiter geht’s in der Broschüre!
In der Broschüre (S. 31–33) finden Sie Fachinformationen zum Gefährdungsszenario D «Cyberbedrohung».
- Seite31
Welche Formen von Cyberkriminalität gibt es?
- Seite32
Wer droht im Cyberraum?
- Seite32
Wie werden Cyberbedrohungen abgewehrt?
Quellen und Meinungen
Feststellen und Melden von Cyberkriminalität
Sicherheits-Check: Der Verein «Swiss Internet Security Alliance», getragen von privaten Unternehmen und Behörden, stellt auf der Plattform iBarry Tools zur Verfügung, um den eigenen Computer und die Internetverbindung zu testen.
Gemeldete Vorfälle: Auf der Website des Bundesamtes für Cybersicherheit können festgestellte Vorfälle und Schwachstellen gemeldet werden. Dort werden die Meldungen zu den aktuellen Bedrohungen aus dem Cyberraum statistisch ausgewertet.


Auswertung der gemeldeten Cybervorfälle pro Woche; nach Anzahl und Kategorie.
Das Bundesamt für Cybersicherheit veröffentlicht auf seiner Website die «Top Cyberbedrohungen des aktuellen Monats» sowie eine detaillierte Übersicht über weitere relevante Cyberbedrohungen.
Cyberbedrohung im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg
Am 7. September 2022 veröffentlichte der Bundesrat einen Zusatzbericht zum Sicherheitspolitischen Bericht 2021, in dem er konkreter auf die Cyberbedrohung einging:
Mit dem Krieg haben denn auch russische Beeinflussungs- und Desinformationsaktivitäten gegenüber der Schweiz zugenommen, auch wegen ihres Standorts für viele internationale Organisationen. Die Cybervorfälle im Vorfeld und am Anfang der Invasion zeigen, dass Cybermittel in erster Linie zur Unterstützung militärischer Aktionen eingesetzt werden, mit zeitlich und schadenmässig limitierter Wirkung. Es wurde vor allem versucht, militärische Fähigkeiten der Ukraine einzuschränken, aber auch der Wirtschaft und Gesellschaft zu schaden, um den Verteidigungswillen zu schwächen. Die zunehmende internationale Vernetzung bedeutet, dass Cyberangriffe über Grenzen hinweg Auswirkungen haben und auch Schweizer Einrichtungen betreffen können. In einer eskalierenden Lage muss auch mit direkten Cyberangriffen gegen Ziele in der Schweiz gerechnet werden. Nichtstaatliche Cyberakteure sind bei Vorgehen und Wahl der Ziele freier, aber meistens handelt es sich um niederschwellige Vorfälle wie Angriffe auf die Verfügbarkeit von Webseiten, das Entwenden und Veröffentlichen von Daten oder deren Veränderung durch die Angreifer.
Die Bedrohung durch verbotenen Nachrichtendienst, auch gegen Drittstaaten, wird im Zusammenhang mit dem Krieg wahrscheinlich weiter zunehmen, insbesondere auf dem Platz Genf, der in Krisenzeiten durch die Präsenz von internationalen Organisationen, ausländischen Vertretungen und Nichtregierungsorganisationen gegenüber Spionage besonders exponiert ist.
Wie geht’s weiter?
Ergänzen Sie Ihr Factsheet mit den gewonnenen Erkenntnissen. Speichern Sie das fertige Factsheet auf Ihrem Computer oder auf Ihrer Klassenplattform ab. Bearbeiten Sie danach ein zweites Szenario Ihrer Wahl.
Falls Sie bereits zwei Szenarien bearbeitet haben, wechseln Sie nun auf die Klassenplattform und studieren die Factsheets Ihrer Kolleg:innen. Im Anschluss füllen Sie den Sicherheitsspider ein zweites Mal aus und vergleichen das Resultat mit Ihrer ersten Einschätzung.