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Szenario C

Extremismus und organisierte Kriminalität

Destabilisierende Aktivitäten von extremistischen und terroristischen Akteur:innen gegen die demokratische Grundordnung; politische und religiöse Radikalisierung von Individuen und Gruppierungen bis hin zur Gewaltbereitschaft; organisierte Kriminalität und grenzüberschreitende Aktivitäten von mafiösen Strukturen

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In der Broschüre (S. 26-31) finden Sie Fachinformationen zum Gefährdungsszenario C «Extremismus und organisierte Kriminalität».

  • Seite27

    Wie hängen Extremismus, Terrorismus und organisierte Kriminalität zusammen?

  • Seite28

    Wie läuft der Radikalisierungsprozess ab?

  • Seite29

    Wie hat sich der Terrorismus entwickelt?

  • Seite30

    Wie werden Extremismus, Terrorismus und organisierte Kriminalität bekämpft?

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Einschätzung zur aktuellen Lage

Terrorismus, Extremismus und organisierte Kriminalität bleiben wichtige Sicherheitsrisiken. Obwohl grosse Terrorgruppen geschwächt wurden, besteht weiterhin die Gefahr von Anschlägen, oft mit einfachen Mitteln durch Einzelpersonen. Online-Propaganda, Konflikte und fehlende Zukunftsperspektiven können besonders junge Menschen radikalisieren. Auch extremistisches Gedankengut und die Ablehnung staatlicher Institutionen nehmen teilweise zu. Gleichzeitig wächst die organisierte Kriminalität in Europa, etwa durch Drogenhandel, Menschenschmuggel und Cyberkriminalität. Kriminelle Gruppen nutzen zunehmend das Internet und moderne Technologien wie künstliche Intelligenz für Betrug und Täuschung. Besonders Cyberangriffe auf Unternehmen, Behörden und den Finanzsektor stellen eine grosse Gefahr dar. Diese Entwicklungen zeigen, dass Bedrohungen heute oft schwer erkennbar sind und sowohl die Sicherheit als auch das Vertrauen in staatliche Institutionen beeinträchtigen können.

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Quelle

Quellen und Meinungen

Radikalisierung

Der Sicherheitsverbund Schweiz klärt auf seiner Website mit einem gut verständlichen Video über die Radikalisierung auf.

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Das Merkblatt «Weiterführende Informationen zum Thema Radikalisierung», das auf derselben Seite heruntergeladen werden kann, bietet eine Zusammenstellung mit nützlichen Links zum Thema Radikalisierung.

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Gewalttätig-extremistische Szenen in der Schweiz

Die sicherheitspolitische Strategie 2026 sieht im gewalttätigen Extremismus eine seit Jahren bestehende ernsthafte Bedrohung. Der NDB beurteilt in seinem Lagebericht 2026 das Gewaltpotenzial der gewalttätigen linksextremistischen Szene weiterhin als hoch; die linksextremistische Szene bleibt aktiver und verübt deutlich mehr Gewalttaten als die rechtsextremistische. 

Beide gewalttätig extremistischen Szenen vermögen die Demokratie und die rechtsstaatlichen Prinzipien jedoch nicht erkennbar zu schwächen oder politische Prozesse merklich zu beeinflussen.

Der Konflikt im Nahen und Mittleren Osten sowie insbesondere der Krieg in Gaza wirken mobilisierend und verleihen der gewalttätigen linksextremistischen Szene neuen Schwung. Gewalttätige Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten haben in den letzten Jahren ihr Auftreten verändert und treten im Vergleich zu früheren Jahren häufig unscheinbarer und verbal überlegter auf. Sie gewinnen so neue Anhängerinnen und Anhänger. Der digitale Raum bleibt zentral für die Verbreitung von Propaganda, Online-Radikalisierungen nehmen zu.

Sowohl der Lagebericht 2026 des NDB wie auch die Sicherheitspolitische Strategie 2026 weisen auf sogenannte Staatsverweigerinnen und Staatsverweigerer hin, also Personen, die staatliche Behörden weder respektieren noch anerkennen und die Legitimität des demokratischen Rechtsstaats grundsätzlich ablehnen. Ihre Ideologie ist nicht offen gewalttätig, sie rechtfertigen Gewalt jedoch als Mittel angeblicher Notwehr.

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Formen des Extremismus

Auf der Website «www.gegen-radikalisierung.ch», die von den Kantonen getragen wird, werden drei Formen des Extremismus unterschieden (Auszüge):

Rechtsextremismus: Rechtsextremismus geht davon aus, dass nicht alle Menschen gleichwertig sind. Er verknüpft entsprechende Ideologien, Einstellungen und Verhaltensweisen mit einer Gewaltbereitschaft gegenüber Gruppen, die er als minderwertig betrachtet. Deshalb wird auch von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gesprochen. Rechtsextremistinnen und -extremisten anerkennen die allgemeinen Menschenrechte nicht und befürworten autoritäre politische Strukturen.

Linksextremismus: Der Sammelbegriff ‹Linksextremismus› fasst Individuen und Gruppierungen zusammen, welche den Einsatz von Gewalt mit Hilfe kommunistisch-ideologischer Bezüge rechtfertigen. Ihre Gewaltbereitschaft richtet sich gegen das kapitalistische System, den Staat mit seinen Repressionsorganen, insbesondere der Polizei, sowie gegen Rechtsextremistinnen und -extremisten.

Dschihadistischer Extremismus: […] Dschihadistische Extremistinnen und Extremisten streben nach dem Wiederaufstieg eines ‹Urislam› und der Errichtung eines islamischen Gottesstaates oder Kalifats mit Hilfe militanter Mittel. Mit Konzepten wie ‹Dschihad› oder ‹Takfir› rechtfertigen sie die ‹Verteidigung› des Islams gegen Ungläubige. Ihr Kampf richtet sich ebenso gegen westliche Gesellschaften wie gegen Musliminnen und Muslime, die von ihrem Glauben bzw. Glaubensverständnis abweichen und anderen Lebensentwürfen nachgehen.

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Wie geht’s weiter?

  • Ergänzen Sie Ihr Factsheet mit den gewonnenen Erkenntnissen. Speichern Sie das fertige Factsheet auf Ihrem Computer oder auf Ihrer Klassenplattform ab. Bearbeiten Sie danach ein zweites Szenario Ihrer Wahl.

  • Falls Sie bereits zwei Szenarien bearbeitet haben, wechseln Sie nun auf die Klassenplattform und studieren die Factsheets Ihrer Kolleg:innen. Im Anschluss füllen Sie den Sicherheitsspider ein zweites Mal aus und vergleichen das Resultat mit Ihrer ersten Einschätzung.