- Wie wahrscheinlich wird dieses Gefährdungsszenario eintreten (Eintrittswahrscheinlichkeit)? Notieren Sie Ihre Einschätzung.
- Welches Ausmass könnte der Schaden annehmen (potenzielles Schadensausmass)? Notieren Sie Ihre Einschätzung.
- Wie hoch ist das Risiko dieses Gefährdungsszenarios? Wenden Sie die Risiko-Formel (Eintrittswahrscheinlichkeit x potenzielles Schadensausmass = Risiko) an.
- Wie gut ist die Schweiz gegen die in diesem Szenario dargestellte Gefährdung geschützt? Notieren Sie Ihre Einschätzung.
- Notieren Sie weitere Informationen und Erkenntnisse, die Sie Ihren Kolleg:innen vermitteln wollen.
Katastrophen und Notlagen
Durch Menschen, Technik und Natur verursachte Krisenlagen; zunehmende Anfälligkeit aufgrund der Klimaerwärmung, Urbanisierung und Digitalisierung (zum Beispiel Häufung von Naturkatastrophen durch Umweltbelastung, ansteigendes Risiko für Pandemien durch Globalisierung etc.)
Weiter geht’s in der Broschüre!
In der Broschüre (S. 26–29) finden Sie Fachinformationen zum Gefährdungsszenario C «Katastrophen und Notlagen».
- Seite26
Was versteht man unter Katastrophen und Notlagen?
- Seite28
Wie anfällig ist die Schweiz für Katastrophen und Notlagen?
- Seite28
Wie ist der Bevölkerungsschutz entstanden?
Quellen und Meinungen
«Es geht auch so»
1969 erhielten alle Schweizer Haushalte das Büchlein «Zivilverteidigung» mit dem Slogan «Es geht auch so». Damit bereitete der Bundesrat die Bevölkerung auf eine Notlage im Zusammenhang mit einem Krieg im Ausland vor.
Auszug aus dem Zivilverteidigungsbuch von 1969; © EJPD.
«Kluger Rat – Notvorrat»
Auf seinem Merkblatt vom November 2020 empfiehlt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) der Bevölkerung, die folgenden Lebensmittel und Verbrauchsgüter als Notvorrat anzulegen:
Getränke: 9 Liter Wasser pro Person, weitere Getränke
Lebensmittel für rund eine Woche: zum Beispiel Reis, Teigwaren, Öl, Fertiggerichte, Salz, Zucker, Kaffee, Tee, Dörrfrüchte, Müesli, Zwieback, Schokolade, UHT-Milch, Hartkäse, Trockenfleisch, Konserven
Verbrauchsgüter: batteriebetriebenes Radio, Taschenlampe, Ersatzbatterien, Kerzen, Streichhölzer/Feuerzeug, Gaskocher
Und ausserdem: regelmässig benötigte Hygieneartikel und Arzneimittel, etwas Bargeld, Futter für Haustiere

Beispiel für eine Notlage: Strommangellage
Was ist eine Strommangellage und wie kommt es dazu? Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) erklärt in einem kurzen Video das Risiko einer Strommangellage.
Füllstand der Speicherseen: Auf der Website «Energiedashboard Schweiz» des Bundesamts für Energie (BFE) kann der Füllstand der Speicherseen, die der Schweiz gewissermassen als Batterie dienen, wöchentlich abgelesen werden.
Stromproduktion und Stromverbrauch: Die Schweiz kann dank der Wasserkraftwerke auch Spitzen des Verbrauchs abdecken. Sie ist allerdings im Winter und bei Wassermangel auf Elektrizitätsimporte angewiesen. Auf dem Energiedashboard des BFE können die produzierte, die verbrauchte sowie die importierte Menge täglich abgelesen werden.
Weitere Mangellagen
Auf der Website des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) kann man sich über die Versorgungslage mit Lebensmitteln, Heilmitteln und Energie informieren.
Für den Fall, dass die Importe ins Stocken geraten oder gar unterbrochen werden, gibt es in der Schweiz Pflichtlager für lebensnotwendige Güter. SRF News berichtete zu Beginn der Coronapandemie 2020 über die Bedeutung der Pflichtlager, als sich eine Verschärfung der Versorgungslage abzeichnete:
SRF ECO, 30.3.2020: «Volle Pflichtlager bei Nahrungsmitteln»
SRF ECO, 6.4.2020: «Corona-Pandemie verschärft die Versorgungslage»
Beispiel für eine Katastrophe: Erdbeben
Katastrophen lassen sich aufgrund ihres plötzlichen Eintretens kaum voraussagen. Auf der Website des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) können immerhin alle in der Schweiz und im grenznahen Ausland registrierten Erdbeben der letzten 90 Tage ermittelt werden. Die verspürten Erdbeben kann man sogar bis 2002 zurückverfolgen.
Wie geht’s weiter?
Ergänzen Sie Ihr Factsheet mit den gewonnenen Erkenntnissen. Speichern Sie das fertige Factsheet auf Ihrem Computer oder auf Ihrer Klassenplattform ab. Bearbeiten Sie danach ein zweites Szenario Ihrer Wahl.
Falls Sie bereits zwei Szenarien bearbeitet haben, wechseln Sie nun auf die Klassenplattform und studieren die Factsheets Ihrer Kolleg:innen. Im Anschluss füllen Sie den Sicherheitsspider ein zweites Mal aus und vergleichen das Resultat mit Ihrer ersten Einschätzung.